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»Radiomuseum«

»Loewe-Opta Globus 3651W«

 

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Der Loewe-Opta „Globus“ ,  ein schönes Gerät, in bestem Zustand. Bringt durch den großen Lautsprecher einen tollen Klang. Gut bedienbar, durch  drei Drehknöpfe an der Vorderseite für ein/aus, Lautstärke, Klang und Bandbreite, sowie Senderwahl.  Seitlich findet man die KW-Feinabstimmung und den Wellenschalter. Bestückt mit Rimlock-Röhren und einer EFM11 als magisches Auge. Hier wurde offensichtlich mit Röhren gespart, eine UKW-Vorstufe sucht man vergebens und auch  auf eine 2. ZF-Stufe  mit Ratio-Detektor, für UKW,  wurde verzichtet.

Der Empfang auf den AM-Bereichen ist sehr gut, aber im UKW-Bereich auf Sendersuche zu gehen, bringt wenig Erfolg. Selbst stärkste Ortssender sind nur schwach empfangbar. Schade eigentlich, dass man solch einem, doch so schönem Gerät, keinen brauchbaren Empfang entlocken kann. Die AM-Bereiche spielen zwar gut, aber leider auch  nur nach Anbruch der Dunkelheit, am Tage sind im Norddeutschen Raum nur  noch ein bis zwei Sender, mit starken atmosphärischen Störungen zu hören.

UKW-Empfang des Globus, ist nach heutigen Vorstellungen, durch den Flankendemodulator und dazu noch, der schlechten Trennschärfe, nicht die große Freude. Da haben wir uns  etwas ganz Geniales einfallen lassen. Denn jetzt spielt auch unser Loewe mit einer kleinen Wurfantenne, bringt Sender an Sender, bei bester Trennschärfe.

Da uns die Funktionalität doch im Vordergrund stand, haben wir die Schaltung etwas erweitert. Die Sammlerherzen werden wahrscheinlich bluten, bei dem Anblick, aber es ist mit wenigen Handgriffen alles wieder rückgängig zu machen, also nichts verbastelt oder so.

Das Geheimnis ist eine kleine Platine, mit einem Demodulator IC und einem Keramikfilter, die wir nachgeschaltet haben. Das IC sorgt für hohe ZF-Verstärkung und einwandfreie FM-Demodulation, das Keramikfilter für beste Trennschärfe. Also alles, was dem Loewe-Opta „Globus“ fehlt. Der Einbau ist einfach: Die Betriebsspannung lässt sich leicht durch die gleichgerichtete Heizspannung erzeugen, NF-Leitung anschließen und die ZF mit einer Windung Schaltdraht an der letzten  ZF-Spule ankoppeln. Dazu eine passende Schlaufe, mit ca. 10cm langen Drahtenden von unten in das letzte ZF-Filter führen, um den Spulenkörper legen und fixieren.

Alle kritischen und sicherheitsrelevanten Bauteile mussten natürlich noch erneuert werden, um die Alltagstauglichkeit wieder herzustellen

Das Modul haben wir mit einer kleinen Schraube am Chassis befestigt. Siehe Fotos…   Nimmt man die Rückwand ab, sieht alles original aus.

Erstaunlicherweise funktioniert die UKW-Mischstufe mit der ECH42, sehr gut, läuft frequenzstabil und hat ausreichende Verstärkung. Das Gehäuse hat nur wenig Gebrauchsspuren. Die goldeloxierten Alu-Zierleisten  und die Skala glänzen wie neu aus dem Laden.  Ein toller Blickfang. Jeder der es sieht, muss erst mal Probehören. Da wäre es doch Schade, wenn so ein tolles Exemplar nostalgischer Rundfunktechnik, in einer Glasvitrine nutzlos vor sich hin stehen müsste. 

Ihr GammaTech Radiomuseum